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Vertretungsplan

 

 

Das Projekt „Humanitäre Schule“

 

Seit 2004 vergibt die Jugendrotkreuzabteilung des Deutschen Roten Kreuzes jährlich ihr Prädikat „humanitäre Schule“ an Schulen, die ein soziales Projekt entwickelt und bei ihnen eingereicht haben. Neben diesem Projekt muss die Schule noch das Planspiel „h.e.l.p.“ mit mindestens einer Klasse abhalten, das die Schüler für humanitäre Dilemma in Afrika und die Arbeit des DRKs sensibilisieren soll. Ziel ist die Förderung sozialen Engagements durch die Sensibilisierung von Schüler*innen für Themen wie Menschlichkeit und aktuelle Probleme und Fragestellungen unserer Zeit. Auf Initiative von Peter Stapelmann fand sich 2010 eine Gruppe Schüler des damaligen neunten Jahrganges, die erstmalig auch das Campe-Gymnasium zu einer Humanitären Schule machen wollten. Gemeinsam mit dem Kinderschutzbund Holminden entwickelten sie ein Schulinternes Konzept, das es Schülerinnen und Schülern ermöglichen sollte, bei schulischen oder häuslichen Problemen gleichaltrige Ansprechpartner zu finden, die ihnen helfen oder den Kontakt zum Kinderschutzbund herstellen konnten. Darüber hinaus sammelten sie bei verschiedenen schulischen Aktionstagen Geld für den Kinderschutzbund. Nach der Pensionierung von Herrn Stapelmann übernahm Jan-Torben Saenger das Projekt und führte es weiter. In den folgenden Jahren schaffte es das Campe regelmäßig, die begehrte Plakette zu erneuern. Dabei entstanden viele schöne Aktionen, die sicher bei vielen Schüler*innen einen bleibenden Eindruck hinterließen und unser Schulleben bereicherten. So konnte sich der Waffelstand der „Humanitären Schule“ am Tag der offenen Tür etablieren, an dem in stets wechselnder Besetzung mit köstlichen Waffeln in vielen Variationen Spendengelder für diverse Organisationen, wie zum Beispiel die Tafel oder die DKMS, gesammelt werden konnten.  

Genau zwischen dem Weltkrebstag und dem internationalen Kinderkrebstag lud das Campe-Gymnasium Holzminden zusammen mit der DKMS am 9. Februar 2018 seine Oberstufenschüler zur Typisierung für die Stammzellenspenderdatei ein. Jede und jeder mindestens siebzehnjährige hatte die Möglichkeit, sich getreu dem Motto „Stäbchen rein, Spender sein“ registrieren zu lassen. Umfassende Informationen erhielten die Oberstufenschülerinnen und -schüler durch einen Vortrag, in dem durch die DKMS über Chancen und Risiken der Typisierung und einer möglichen Stammzellenspende aufgeklärt wurde. Besonders bewegend war für die Jugendlichen die Erzählung von Jaqueline Lubina. Die Stadtoldendorferin hatte 2013 selbst Stammzellen gespendet und von ihren Erfahrungen berichtet. Dabei erzählte sie nicht nur von dem Ablauf ihrer Spende, sondern auch von dem schwierigen Versuch einer Kontaktaufnahme mit der Erkrankten, die durch die ausländischen Gesetze und Bestimmungen sehr kompliziert ist. Anschließend folgte die Typisierung. 95 Campianer ließen sich für die gute Sache gewinnen und wurden von ihren Mitschülern, die zuvor eigens geschult worden waren, bei der Probenentnahme angeleitet. Mit der Abgabe der Speichelprobe und der Registrierung sind die Jugendlichen in die Datenbank aufgenommen und können, sobald sie achtzehn Jahre alt sind, als Spender herangezogen werden. Für Schüler und Organisatoren war die Aktion ein voller Erfolg und viele konnten in dem Bewusstsein nach Hause gehen, etwas Gutes getan zu haben und vielleicht irgendwann sogar ein Leben retten zu können. Da jede Spende im Labor untersucht wird und dies für die gemeinnützige DKMS auch Kosten verursacht, hat zusätzlich die Schulfeuerwehr des Campe-Gymnasiums im Rahmen des Projektes „Humanitäre Schule“ am Tag der offenen Tür am 2. März Waffeln verkauft und den Erlös von 102 Euro an die Organisation gespendet.

Aufgrund der aktuellen politischen Situation entschied sich die Projektgruppe im Jahr 2016 dazu, etwas für die Flüchtlinge zu tun, die in den Auffangstationen in der Nähe untergebracht waren. Nach Rücksprache mit der zuständigen Flüchtlingskoordinatorin Susanne Krug entschied man sich, Geld zu sammeln, um damit Schultüten und deren Inhalt zu finanzieren, die an die Kinder in den Flüchtlingsheimen überreicht werden sollten. Die Klasse 7-3 des Campe-Gymnasiums meldete sich freiwillig, um das Projekt zu unterstützen. Gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Sina Ivers, ihrer Kunstlehrerin Maike Kemper und dem Projektbetreuer Jan-Torben Saenger bereiteten sie mit viel Elan einen großen Waffelverkauf am Tag der offenen Tür vor. Plakate wurden gemalt, die den Besuchern das Vorhaben der Klasse näherbringen sollten und die angebotenen Waffeln mit verschiedenen Toppings und Teigvariationen erfreuten sich großer Beliebtheit. Am Ende des Tages konnte die Klasse nach mehrmaligen Teignachlieferungen seitens bemühter Eltern einen Gewinn von 220 Euro vorweisen. Beflügelt von ihrem Erfolg am Tag der offenen Tür hatten die Schülerinnen und Schüler entschieden, an weiteren Tagen in den Schulpausen Waffeln zu verkaufen, bis ihr Ziel von vierhundert Euro erreicht war. Anschließend wurden mit Unterstützung lokaler Schreibwarengeschäfte Bastelutensilien gekauft und zwanzig Schultüten von der Klasse gebastelt, die mit allem Notwendigen gefüllt wurden, was ein Erstklässler so gebrauchen kann. Auch die Firma Faber Castell reagierte auf die Spendenanfrage und schickte einen großen Karton voller Materialien. Und neben Blöcken, Stiften, Radiergummi und Anspitzer fanden natürlich auch Süßigkeiten und ein Bildwörterbuch ihren Weg in die von den Kindern liebevoll gestalteten Tüten. Diese konnten noch vor der Einschulung der Kinder an Frau Krug übergeben werden und bereiteten den ABC-Schützen hoffentlich viel Freude in ihrem neuen Schulalltag.   

Auch in den Jahren 2015 und 2014 waren die damalige 9-5 und 10-2 aktiv. Man besuchte die Tafel, ließ sich durch die Räumlichkeiten führen und dabei über die Arbeit aufklären, die die ehrenamtlichen Helfer Tag für Tag leisten. Anschließend wurde in den Klassenverbänden darüber beraten, wie man der Tafel helfen könne. So entstanden Sach- und Geldspendenaktionen und der wiederholte Arbeitseinsatz, bei dem einige Schülerinnen und Schüler mit Manpower den Mitarbeitern zur Hand gingen.

 

Unser aktuelles Projekt

Derzeit arbeitet - bedingt durch die aktuelle Pandemie etwas verzögert - die AG an einem neuen Pfandsystem an unserer Schule. Schüler*innen haben bald die Möglichkeit, ihre Pfandflaschen in bunten Pfandtonnen zu entsorgen und damit den Pfand für humanitäre Projekte zu spenden. Der derzeitige Spendenstand und das jährlich wechselnde Spendenziel werden in der Schulstraße und auf der Homepage aktualisiert.

Aktuelles Projekt

 

Spendencounter:

300 €

Spendenziel:

Obdachlosenhilfe

 

 

 

 

Links zur AG

Humanitäre Schule