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Vertretungsplan

Großes Weihnachtskonzert in der Michaeliskirche

Das Campe-Gymnasium zeigt sein Können

Die „Smilin‘ Faces“ inmitten der „Latin Jazz Mass“ (Größere Version: Klick aufs Bild)

(SYM) „Groovy!“ und „Der Hammer!“ dürften wohl als stellvertretende Rückmeldungen des ganzen Publikums für das Campe-Weihnachtskonzert vom vergangenen Mittwoch gelten. Der tosende Applaus bestätigte die hervorragenden Leistungen aller Beteiligten. Alle waren hellauf begeistert. Was war passiert?

Eigentlich hat das Campe-Gymnasium in Zusammenarbeit mit der Musikschule Holzminden „bloß“ die bewährte Tradition des Schul-Weihnachtskonzertes fortgesetzt. In diesem Jahr ist allerdings eine mitreißende Mischung entstanden, sodass das eineinhalb Stunden dauernde Konzert in der Michaeliskirche im Handumdrehen vorüber war. Schon der erfrischende Beginn mit den zahlenstarken Blechbläsern unter der Leitung von Hanns-Werner Grote ließ aufhorchen, insbesondere durch einen ausdrucksstarken Trompetenklang. Danach folgte das Orchester „tuttini“ (Ltg. Kathrin Käberich) mit drei freudigen Stücken, darunter zum Beispiel der Ohrwurm „Winter Wonderland“. Mit immer wieder lustigen und liebevollen Moderationen führten dabei die Campianer Malte Halling und Jonathan Horn durch das Programm. Eine Überleitung hin zur Saxofon-AG fiel ihnen nicht schwer. Das kleine Ensemble unter der Leitung von Hans-Jürgen Kampa hatte sich erst Anfang des Schuljahres zusammengefunden, und nun gab es beispielsweise schon „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ zu bestaunen. Staunen durfte das Publikum auch über die Klasse 06-4 und den Kanon „Come and blow, winter wind“: Musiklehrer Bernd Arnke schaffte es, eine begeisterte Schülerschar zu einem rührenden und herzerwärmenden Weihnachtslied zu animieren. Danach folgten erneut Saxofone, dieses Mal die der Campe Big Band. Sie spielten zwei anspruchsvolle Stücke von Johann Sebastian Bach und George Gershwin. Unter der Leitung von Kampa klappte auch dies tadellos, und der wohlverdiente Applaus brandete ihnen entgegen.

Nun waren die Blechbläser erneut an der Reihe. Das traditionsreichste Ensemble des Campe-Gymnasiums erhielt sowohl für seine beiden Weihnachtslieder „Lob dem Herrn“ und „Stern über Bethlehem“ großen Beifall, insbesondere aber auch für seinen langjährigen Leiter Hanns-Werner Grote. Schulleiter Georg Muschik nannte ihn am Ende des Konzertes liebevoll ein „Urgestein“ und erinnerte daran, dass Grote seit nunmehr 40 Jahren das Campe-Adventsblasen im Dezember mit großem Erfolg leitet. Eindrucksvoll ging es dann auch musikalisch im Programm weiter, denn die „Smilin‘ Faces“ traten auf. Der beliebte Campe-Schulchor unter der Leitung von Paul Symann stieg mit einem irischen Segenswunsch sachte ein, endete dann aber mit einem der Kracher des Abends: Aus der „Latin Jazz Mass“ von Martin Völlinger erklangen Kyrie und Gloria. Diese absoluten Highlights wurden von Campe-Schülern (Klavier: Lena Dreker, Schlagzeug: Moritz Rekel, Bass: Malte Halling) und Musikschullehrern (Saxofon: Hans-Jürgen Kampa, Querflöte: Alexander Käberich) gemeinsam begleitet. Die Kombination aus Chorgesang und Jazz-Combo mit lateinamerikanischen Rhythmen und brillanten Soli (Saxofon; Querflöte; Gesangssolo: Luise Kuo) war eine unglaublich runde Sache, alle Füße in der Kirche wippten kräftig mit - ein riesiger und mehr als hörenswerter Erfolg.

Rockig ging es dann mit den „Störegören“ weiter. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich um eine reine Mädchenband - die allerdings noch eine Bassistin sucht. So musste Leiter Dankward Pillmann aushelfen, was dem guten Klang logischerweise keinen Abbruch tat. Mit „Stand by me“ und „Dream on“ konnte die Clique die Zuhörer völlig überzeugen. So erging es auch der Campe Big Band und ihrem Leiter Alexander Käberich. Der Klassiker „Haven’t met you yet“ mit Lara Weber als Sängerin lud zum Mitswingen ein. Mit Ray Charles‘ „Hit the road, Jack“ ging es entsprechend knackig weiter, und die Bläser lieferten sich einen spannenden Wettkampf um die Vorherrschaft im Melodiehimmel. Als drittes Stück erklang das durch den Film „Blues Brothers“ zum Klassiker gewordenen „Minnie the Moocher“, für das der Campianer Frederic Wittkopf nicht nur selber überzeugend sang, sondern auch das Publikum mitsingen ließ.

Nach überaus kurzweiligen eineinhalb Stunden endete das fulminante Konzert schließlich mit einem gemeinsam von Publikum und Mitwirkenden gesungenen „Oh du fröhliche“. Schulleiter Georg Muschik zeigte sich begeistert von den Leistungen „seiner“ Musiker und der früchtetragenden Kooperation mit der Musikschule Holzminden. Insbesondere den Organisatoren Paul Symann und Alexander Käberich dankte er, wobei er auch in den Vordergrund stellt: die wichtigsten Menschen sind immer die mitwirkenden Schülerinnen und Schüler, denen der Dank für das großartige Konzert in besonderem Maße gilt. Es bleibt am Ende ein eindrucksvoller Abend mit toller Musik und viel Vorfreude auf Weiteres.

Das Campe-Gymnasium und die Musikschule Holzminden danken allen Spendern und Förderern. Vor allem aber wünschen sie eine frohe Weihnacht, eine besinnliche Zeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Full House in der bis auf den letzten Platz besetzten Michaeliskirche

„Tuttini“ at work - die ganz Kleinen waren auch ganz großen Instrumenten riesig

Hanns-Werner Grote, das „Urgestein“ der Campe-Blechbläser

Die Campe-Blechbläser konnten ihr Publikum mitreißen

Letzte Änderung durch KOE (Administrator), 23.12.2017.

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