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Rückblick auf ein fulminantes Chorprojekt

Das Campe-Gymnasium und der deutsch-polnische Choraustausch

(SYM) Vom Freitag, dem 19.10., bis zum Dienstag, dem 23.10.2018, hatten die „Smilin‘ Faces“, Schulchor des Campe-Gymnasiums, hohen Besuch aus dem polnischen Głubczyce, der Partnergemeinde des Landkreises Holzminden. Von der dortigen Partnerschule „Adam Mickiewicz“ des Holzmindener Gymnasiums kam ein Reisebus voller hervorragender Sägerinnen und Sängern für ein mehrtägiges Chorprojekt, das es in sich haben sollte. Dieses Projekt war schon das vierte, das die Schulpartnerschaft mit regem Leben füllte und tolle Klänge hervorbrachte.

Am Freitag erreichten die polnischen Sänger nach ihrer Nachtfahrt Holzminden gegen neun Uhr am Morgen. Nach einer Begrüßung in der Aula des Campe-Gymnasiums durch Schulleiter Georg Muschik hielt Chorleiter Paul Symann eine herzliche Ansprache und erläuterte den weiteren Ablauf. Nach einem stärkenden Kaffee ging es für alle in das Gebäude des Landkreises Holzminden. Dort hielt Landrätin Angela Schürzeberg eine kurze Begrüßungsrede und lud herzlich zum üppigen Frühstücksbuffet ein. Nach dem Besuch im Landkreis wurden die polnischen Gäste im Stadtmarketing mit dem Stadtplan Holzmindens bekannt gemacht und hatten danach ein wenig Freizeit in der Innenstadt. Nachmittags wurden von allen die Zimmer der DJH-Jugendherberge in Silberborn bezogen, und dann begannen auch schon die Proben.

Nach einer Unterbrechung für das Abendbrot gegen sechs Uhr probten die polnischen und deutschen Musikerinnen und Musiker fleißig weiter. Bestandteil der Proben waren auch Stimm- und Bewegungsübungen, um die beiden Sängernationen einander näher zu bringen. Das Üben der verschiedenen Teile von Martin Völlingers „The Latin Jazz Mass“ war natürlich zentral. Dabei teilten sich die einzelnen Stimmlagen zum verstärkten Proben auf verschiedene Zimmer auf. Mit dem Frühstück am Samstag um acht Uhr wurde der nächste Tag mit einem herzlichen, verbindenden Warm-Up gestartet. Daran wurden weitere Proben angeschlossen und der gesamte Tag wurde zum Proben und Verinnerlichen der Stücke genutzt. Die „Latin Jazz Mass“ ist ein umfangreiches, schwieriges Werk für vierstimmigem Chor und Jazz-Combo. Manchmal waren die Stimmen sogar noch unterteilt. Doch die Dirigenten Tadeusz Eckert und Ewa Maleńczyk auf polnischer Seite sowie Paul Symann als Dirigent und Organisator auf deutscher Seite behielten den Überblick – und am Samstagabend gab es schon ein hörenswertes Ergebnis. Zusammen feierten beide Länder dann den 18. Geburtstag des Bassisten, als ob sich alle schon immer gekannt hätten: ein wunderschöner Ausklang für einen anstrengenden Tag. – An dieser Stelle sei dankend darauf hingewiesen, dass dieses Projekt nicht ohne die kräftige Unterstützung durch die Rainer-Bickelmann-Stiftung, die Sanddorf-Stiftung, das Deutsch-Polnische Jugendwerk und den Landkreis Holzminden möglich gewesen wäre! Am Sonntag stand das erste Konzert in der UNESCO-Welterbekirche St. Stephanus und Vitus in Corvey an. Vormittags wurden in Silberborn noch die letzten Stellen bearbeitet.

Nachdem dann in Corvey alle Instrumente aufgebaut und alle wichtigen Vorkehrungen getroffen waren, kamen langsam die Gäste. Zur Messe um 12:00 war die Kirche gut gefüllt. Die Lieder der „Latin Jazz Mass“ zogen die Zuhörer zu Recht in ihren Bann. Nach dem Konzert wurde zur Stärkung Pizza im Schützenhaus in Corvey serviert und danach bekamen alle eine interessante Führung durch das Schloss. Daraufhin machten sich die geschafften Sänger und Sängerinnen auf den Weg zurück nach Silberborn in die Jugendherberge, um sich auszuruhen, sich aber auch auf das anstehende Konzert des nächsten Tages vorzubereiten. Der Kaminabend war ein verdienter Ausklang für den langen Tag, wobei manche Teams sogar noch die Energie zum Kickern und für Billard aufbrachten.

Am Montag war der Ablauf in der Jugendherberge schon bekannt: Nach dem Frühstück ging es zum Proben. Aber nach dem Mittagessen ging es nach Holzminden zwecks Generalprobe. Im Endeffekt warteten alle nur auf das abendliche Konzert zur Eröffnung von ,,450 Jahre Campe“. Dieses Konzert hatte also eine ganz besondere Bedeutung, einerseits war das gewählte Datum der 200. Todestag des Namensgebers des Campe-Gymnasiums, Joachim Heinrich Campe, andererseits war das Konzert aber auch die Auftaktveranstaltung für das große Campe-Jubiläumsjahr. Zum Beginn der Veranstaltung hielt Schulleiter Georg Muschik eine Eröffnungsrede, in der er die Bedeutung des Tages noch einmal unterstrich. Daraufhin wurde die Siegerin des Campe-Mottowettbewerbs, Jule Budde, für ihr Motto ,,Tradition bewahren, Zukunft gestalten“ gekürt. Folgend baute sich der deutsch-polnische Projektchor vor den vollen Reihen der St. Josef-Kirche auf und begannen das Konzert („The Latin Jazz Mass“). In der eigens eingelegten Pause hielt Reinhard Krebs, pensionierter Lehrer des Gymnasiums, eine ausführliche Rede über die Geschichte von Joachim Heinrich Campe, wobei der gesamte Saal gespannt lauschte. Nach dem zweiten Teil des Konzerts, welcher erneut vom Publikum begeistert bejubelt wurde, konnte man noch zum vorbereiteten Sektempfang stoßen, jedoch nicht, ohne auch der Zugabe noch gelauscht zu haben. Der nächste Tag, Dienstag, brachte den traurigsten Teil des ganzen Projektes mit sich – den Abschied. Die Sängerinnen und Sänger aus Głubczyce wurde mit einem weinenden Auge, des Abschieds wegen, aber auch einem lachenden Auge, wegen der vielen schönen Erinnerungen, tollen Gespräche und gelungenen Konzerte, verabschiedet. Alle freuen sich auf ein Wiedersehen mit neuer, aufregender Musik.

Letzte Änderung durch KOE (Administrator), 13.11.2018.

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