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Auch zivile Angestellte misshandelten die Häftlinge

Schülerbericht über die Exkursion der Klassen 10-1 und 10-2 nach Mittelbau Dora

(Anjouli Bettermann) Am Dienstag, dem 16.10.2018, waren die Klassen 10-1 und 10-2 auf Exkursion im Konzentrationslager Mittelbau-Dora in Nordhausen mit den Lehrkräften Frau Bast, Herrn Haas und Frau Quarch. Nach der zweistündigen Busfahrt nach Thüringen haben die Klassen viele Eindrücke bei einer vierstündigen Führung sammeln können. Unter anderem über die Häftlinge und deren Tagesablauf. Beeindruckt hat uns Schüler, dass viele Häftlinge schon im frühen Alter, kaum älter als wir Schüler, in das KZ deportiert und als Zwangsarbeiter eingesetzt wurden. Sie arbeiteten in einem Stollen unter unmenschlichen Bedingungen an der Produktion von Raketen für den Zweiten Weltkrieg. Das Leben der Arbeiter kann man sich heutzutage kaum vorstellen, da sie unter den Zwängen der SS-Wachmänner und den Kapos sehr stark litten. Neu war für uns, dass auch die zivilen Angestellten aus Nordhausen die Häftlinge während der Arbeit misshandelten. Es starben täglich viele Menschen an den Auswirkungen der harten Arbeit. Diese Menschen wurden anschließend ins KZ eigene Krematorium gebracht und dort verbrannt. Der Ablauf war nicht wie in einem städtischen Krematorium, denn in einem Ofen wurden so schnell wie möglich sehr viele Leichen auf einmal verbrannt. Anschließend wurde die Asche einfach einen Hang runtergekippt, welcher sich heute „Aschegrab“ nennt. Heutzutage kommen immer noch viele Verwandte und Angehörige, teilweise auch aus anderen Ländern, zu diesem Ort, um an die Verstorbenen zu gedenken. Alles in allem war dieser Tag ein gelungener Ausflug mit einem interessantem Thema.

Informationen zum Bild

Foto: Michel Öler (Schüler Klasse 10-1), Plastik auf dem Krematoriumsvorplatz. Die von Jürgen von Woyski 1964 geschaffene Figurengruppe war ursprünglich als DDR-Beitrag für die Gestaltung der Gedenkstätte Auschwitz vorgesehen. Sie zeigt fünf an den Händen gefesselte und gebrochen wirkende Häftlinge. Zusammen mit dem Gedenkzeichen für alle Opfer des KZ Mittelbau-Dora bildet die Plastik den Mittelpunkt des Gedenkplatzes vor dem ehemaligen Krematorium.


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Letzte Änderung durch KOE (Administrator), 18.10.2018.

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