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100 Jahre Schüler-Ruder-Verband Niedersachsen

… und die 92-jährige SRR des Campe-Gymnasiums war dabei

(KOE) Nicht nur das Campe-Gymnasium beging in diesem Jahr ein großes Jubiläum. Auch der Schüler-Ruder-Verband Niedersachsen (SRVN), der größte Schüler-Ruder-Verband Deutschlands, feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen und zahlreichen Veranstaltungen.

Am vergangenen Samstag, den 09.11.2019 nutzten 14 Ruderinnen und Ruderer der Jahrgänge 5-10 die Möglichkeit, sich beim zeitgleich ausgetragenen gemeinsamen Symposium von Landesruderverband Niedersachsen und SRVN theoretisch mit dem Rudersport auseinanderzusetzen und beim Ergometerwettkampf, der für viele unserer Ruderer der erste Ruderwettkampf war, mit insgesamt 340 anderen Jungen und Mädchen in ihren Altersklassen aus ganz Niedersachsen und Nordhessen zu messen. Diese beiden Veranstaltungen fanden im Rahmen der Feierlichkeiten „100 Jahre SRVN“ statt.

Peter und Louis nahmen bei dieser Gelegenheit am Steuerpersonenlehrgang teil. Grundsätzlich hat in jedem Ruderboot eine zu seiner Führung geeignete Person an Bord zu sein. Sie muss die Verkehrsbestimmungen und die örtlichen Gegebenheiten kennen, um sich korrekt verhalten zu können. Ein Steuerpersonenpatent zum Führen von Ruderbooten liefert den Nachweis, dass die Eignung vorhanden ist. Daher beschäftigten sie sich zunächst mit den Gefahren und der Sicherheit beim Rudern, thematisierten das Steuern auf stehenden und fließenden Gewässern und warfen einen Blick in die Binnenschifffahrtsstraßenordnung. Nach der Mittagspause standen dann Ruderbefehle, Rudern auf dem heimischen Gewässer und die Ruderordnung auf dem Programm. Damit haben Peter und Louis den theoretischen Teil des Steuerpersonenpatent zum Führen von Ruderbooten durchlaufen. In Holzminden werden sie dann ab dem Frühjahr ihre praktischen Erfahrungen auf dem Steuermannsplatz sammeln und die Prüfung ablegen.

Annabritt, Mattis, Marit, Vivian, Matteo, Hannah und Clara besuchten den Workshop zum Thema „Technik des Skullens für junge Trainer*innen und Ausbilder*innen“. Gemeinsam mit erfahrenen Ruderern und Ruderinnen aus dem ganzen Bundesland haben sie unter der Leitung des erfahrenen Landestrainers Tobias Rahenkamp die Technik des Skullenszunächst theoretisch am DRV-Leitbild besprochen und anschließend den Bewegungsablauf mit Hilfe von Videoaufnahmen und der Methode der Videoanalyse genauer unter die Lupe genommen.

Nach nur wenigen Wochen Training auf dem Ruderergometer hieß es für unsere Jüngsten an Bord bereits um 10 Uhr bzw. um 10.08 Uhr Achtung – Fertig – Losrudern. Jolina durfte als erste auf dem Ruderergometer Platz nehmen und meisterte ihre 300m souverän. Mit einer kontrollierten Renneinteilung sicherte sie sich am Ende den zweiten Platz in ihrem ersten Wettkampf für die SRR. Anschließend waren Moritz und Thorge gefordert. Auch sie starteten über 300m. In einem engen Rennen eroberte Thorge mit einem beindruckenden Endspurt die Goldmedaille und Moritz komplettierte den starken Eindruck mit einem viertebn Platz. Antonia startete in der Leichtgewichtsklasse des Jahrgangs 2006 und musste sich über die 1000m-Strecke bewähren. Sie fuhr ein entspanntes Rennen und erreichte ohne große Anstrengung den dritten Platz. Kurz vor der Mittagspause durfte sich Paul ebenfalls in der Altersklasse Jahrgang 2006 über die 1000m zum ersten Mal in einem Ruderwettkampf auf den Rollsitz setzen. Er absolvierte ein sehr konzentriertes und überlegtes Rennen und ließ sich von seinen Gegnern nicht in seiner Renntaktik beirren. Er steigerte sich deutlich gegenüber seinen im Trainingsbetrieb erzielten Leistungen. Im Rennen 22 (Anfänger Jg. 2005) belegten wir vier der acht Ergos. Annabritt, als einzige Teilnehmerin der Leichtgewichtsklasse, meisterte ihre 1000m unaufgeregt und durchdacht. Vivian legte einen fulminanten Start hin und musste zum Schluss ihrem hohen Anfangstempo ein wenig Tribut zollen. Hannah teilte sich ihr Rennen gut ein und belegte am Ende den dritten Platz. Marit ließ vom Start weg keine Zweifel daran aufkommen, dass sie dieses Rennen souverän gewinnen würde. Auf beeindruckende Weise rief sie ihr Können ab und erreichte zum ersten Mal eine Zeit unter vier Minuten. Damit gelang ihr der Sprung auf den ersten Platz. Mattis ist mit hohen Ansprüchen an sich selbst nach Hannover angereist und wir können es nicht anders sagen: er ist seinen Erwartungen mehr als gerecht geworden. Er übernahm vom Start weg die Führung und baute sie auf knapp 30m aus. Im mittleren Rennabschnitt kontrollierte er das Renngeschehen, sodass er am Ende deutlich mit einer Zeit von 3:28 Minuten als erster über die virtuelle Ziellinie fuhr, O-Ton des Moderators: „ Er ist einen überragenden Start gefahren und hat das Rennen dann eiskalt durchgezogen.“ Sowohl Marit als auch Mattis hätten auch außerhalb der Anfängerklasse in ihrer Altersklasse vorn mitfahren können. Matteo ging sein Rennen über die 1000m etwas zu schnell an und so fehlte ihm am Ende die Kraft, sein erklärtes Ziel unter 4:30 min zu bleiben. Clara startete in der Leichtgewichtsklasse des Jahrgangs 2003. Im Training zeichnete sich bereits ihr Potential aufgrund ihrer guten Technik und ihres Trainingsfleißes ab. Dank ihrer sauberen Rudertechnik und einer klugen Renntaktik sicherte sich Clara den zweiten Platz. Im Endspurt konnte sie noch Boden auf die erstplatzierte Ruderin gut machen und kam nur vier Sekunden nach ihr ins Ziel. Wie bei einem großen Wettkampf stehen auch hier (das war ein ganz „normaler“ Ergo- Wettkampf) die Staffeln zum Schluss auf dem Programm. Jolina, Moritz und Thorge erkämpften sich gemeinsam mit Schülern des Ratsgymnasiums Osnabrück als Team Niedersachsen einen dritten Platz. Antonia und Paul traten ebenfalls für das Team Niedersachsen an. Jedes Team erhielt hier Unterstützung durch einen prominenten Joker, der 250m der Renndistanz für das Team zurücklegen durfte. Gemeinsam mit Schülern des Ratsgymnasiums Osnabrück belegten sie ebenfalls den dritten Platz. Am Ende des Tages trat unser zu einer Einheit zusammengewachsener Vierer um Annabritt, Marit, Hannah und Vivian an. Die vier Mädels hatten gegenüber den Vierern aus Hannover und Osnabrück einen schweren Stand, mussten Sie sich doch hier als Anfängerinnen sehr erfahrenen Ruderinnen stellen. Sie hielten sich wacker und jede für sich kämpfte auf ihrem Streckenabschnitt von 500m bis zum Ende um eine persönliche Bestzeit.

(Größere Version: Klick aufs Bild)

Nach einem abschließenden Gruppenfoto, das alle Teilnehmer mit ihren Medaillen und Urkunden zeigt, ging es dann glücklich und zufrieden zurück nach Holzminden. Für die SRR nahmen teil: Moritz Sch., Thorge G., Jolina K. (alle Jahrgang 5), Antonia K. (Jg. 6), Louis v. d. H. (Jg. 7), Marit B., Paul R. (beide Jg. 8), Annabritt C., Mattis H., Vivian K., Hannah J., Matteo St. (alle Jg. 9), Clara L. und Peter K. (beide Jg. 10)

Am Sonntag waren alle Protektoren der niedersächsischen und nordhessischen Schulen nach Hannover in die Akademie des Sports zum Festakt, der das Jubiläumsjahr des SRVN beschließen sollte, eingeladen. Zahlreiche hochrangige Ehrengäste u.a. der Bürgermeister der Stadt Hannover T. Hermann, der Kultusminister G.H. Tonne, sowie hochrangige Vertreter des Landessportbundes, des Deutschen Ruder-Verbands, der Deutschen Ruder-Jugend sowie aktive und ehemalige Spitzensportler unterstrichen in ihren Grußworten, Talkrunden und Vorträgen vor allem die pädagogische Bedeutung des Schüler-Ruderns. Dies beinhalte nicht nur die körperliche Betätigung, sondern würde auch in hohem Maße zur Persönlichkeitsbildung junger Menschen beitragen. Getreu dem Motto: „Wir sitzen alle in einem Boot“ werden quasi nebenbei gesellschaftlich bedeutsame Werte wie Zusammenhalt, Toleranz, Verantwortungsbewusstsein und Leistungsbereitschaft vermittelt und gelebt.


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Letzte Änderung durch KOE (Administrator), 19.11.2019.

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