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"Für ein offenes Land mit freien Menschen"

- Katrin Hattenhauer (1989). Schülerbericht über den Besuch im Grenzlandmuseum

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(Vanessa Klajbor) Mit diesem Zitat an der Wand begrüßte uns Frau Bömecke freundlich um 09:58 Uhr im katholisch geprägten Eichsfeld am Grenzlandmuseum. Um 7:58 Uhr begaben sich die Klassen 10-1 und die 10-2 mit den Fachlehrern Herrn Haas, Frau Quarch und Frau Bast mit dem Bus genau dort hin. Zunächst haben wir uns in verschiedene Gruppen aufgeteilt, eine Gruppe hatte das Thema "Leben in der DDR", die andere "Stasi". Stasi, oder vielmehr der Staatssicherheitsdienst, ist aufgebaut mit vielen Spitzeln. Die Spitzel sind nahezu "gezwungen" für die Stasi geheim zu arbeiten, da sie durch Verweigerung auch ihren Job oder ihr Studiumplatz verlieren können. Als Spitzel kann jeder ab 14 Jahren ausgewählt werden, diese müssen entweder ihre Familie, Freunde oder Bekannte aushorchen und Informationen weitergeben. Jedoch kann die Stasi auch anders vorgehen, sie brechen heimlich in das Zuhause ein, in dem ein Verdächtiger wohnt, und installieren Kameras oder Mikrofone, dazu später mehr.

Zuallererst haben wir in einem Seminarraum einen kurzen Einführungsfilm über die Teilung und deren Geschichte in Erfahrung gebracht bekommen. Schließlich sind wir in das Museum geführt worden und Frau Bömecke hat die verschiedenen Uniform der DDR und der BRD verglichen. In diesem Moment ist ein Zeitzeuge auf uns gestoßen und hat über seine Zeit in der DDR berichtet bis zu dem Zeitpunkt als er selber geflüchtet ist, dieser Erfahrungsbericht war sehr interessant, da man sofort eine andere Sicht auf das Thema geboten bekommen hat. Zudem haben wir uns ausführlich mit den verschiedenen Grenzen und deren Waffen an den Zäunen auseinandergesetzt. Zuletzt haben wir uns mit der Lebensweise beschäftigt, was sich an unseren Workshop anlehnte. Wir begannen, uns über organisierte Demonstrationen, den sogenannten "Montagsdemos" zu unterhalten. Nach einer Pause begann der eigentliche Workshop, wir saßen mit unserer Gruppe an einem Großen Tisch und hörten uns die "Stasi-Ballade" von Wolf Biermann an. Diese wirkte sehr sarkastisch, deswegen wurde sie in der DDR verboten zu hören. Zudem schauten wir uns Dokumentationsausschnitte an und beantworteten die zuvor gestellten Fragen. Mit dem dazu gewonnenen Wissen und unserem Engagement setzten wir uns an die Gruppearbeit, welche das durchforschen von alten Dokumenten beinhaltete. Man hat erfahren, wie gezielt die Stasi die Personen überwacht hat, weswegen wir eine Diskussion über Vorteile und Nachteile der Stasi begonnen haben. Es ist erstaunlich, dass Augenzeugen, die herausgefunden haben was vor sich geht, bestochen wurden und Geschenke erhielten, um den Mund zu halten.

In der gleichen Zeit beschäftigte sich die Gruppe, "Leben in der DDR", mit dem Gelände, da das Grenzlandmuseum den damaligen Grenzübergang beinhaltete. Zudem schauten sie sich die Reste der Grenze an und alte Fotos an. wo die Grenze gezeigt wurde. Schließlich schauten sie sich die Wachtürme an. In dem darauf folgenden Workshop befassten sie sich mit der Flucht aus der DDR und der Erziehung der Kinder.

Alles in allem war dieser Tag eine große Bereicherung, da wir vieles dazu gelernt haben, und uns auch in die einzelnen Situationen hinein versetzen konnten.


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Letzte Änderung durch KOE (Administrator), 10.05.2019.

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