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Kreativität und Forschergeist führen zum Erfolg

Campianer erfolgreich bei Jugend forscht

(HEE) Strom aus Kaffee? Walnussschalen als Fußbodenbelag? Wasserkanone zum Blumengießen? Mit diesen und weiteren Themen traten sechs Gruppen des Campe-Gymnasiums Holzminden beim diesjährigen Jugend forscht – Schüler experimentieren Regionalwettbewerb in Hildesheim an.

Am 13.2.2019 präsentierten Nils Roland und Hannes Kuhnt aus der Klasse 8-4 ihr Projekt „Harte Schale, viele Möglichkeiten – Eine Idee für das, was übrig bleibt“ vor interessiertem Publikum und der Jury. Nils und Hannes war im letzten Sommer die Vielzahl an Walnüssen aufgefallen und informierten sich, dass jedes Jahr über 1,8 Millionen Tonnen Walnussschalen anfallen. Daher ergab sich daraus für die beiden die Frage nach einer Verwendungsmöglichkeit, die die Eigenschaften des Materials sinnvoll und nachhaltig nutzt. Weil die Schalen ähnlich wie Holz besonders hart sind, entstand die Idee, einen Bodenbelag zu fertigen. Um die Nussschalenbruchstücke zusammenzuhalten, untersuchten die Jugendlichen, unterstützt von ihrer Betreuerin Frau OStR' Wibke Heerdt die Eignung verschiedener historischer Leime. Für ihre Forschungsarbeit erhielten Hannes und Nils den Sonderpreis „Nachwachsende Rohstoffe“ und belegten zudem im Fachbereich Arbeitswelt den 1. Platz, der zur Teilnahme am Landesentscheid Niedersachsen Ende März in Oldenburg berechtigt. Die Schüler freuen sich sehr und danken allen, die beim Knacken und Verzehr der Walnüsse geholfen haben.

Am 14. Februar fuhren fünf weitere Jugend forscht-Projekte des Campe-Gymnasiums mit einem von der Firma Symrise gesponserten Bus nach Hildesheim zum Regionalentscheid. Im Fachbereich Biologie präsentierten André Schäfer und Maximilian Floto ihre Arbeit zur Vererbbarkeit der Riechfähigkeit. Die beiden Schüler aus der Klasse 11-2 untersuchten, ob die Riechfähigkeit für den Stoff Androstadienon, welcher vor allem in Herren-Parfums vorkommt, vererblich ist. Dazu testeten die Jugendlichen in zwei Testreihen erst Schüler und anschließend deren Familienmitglieder, um Rückschlüsse auf die Vererblichkeit ziehen zu können. Dabei stellte sich heraus, dass die Riechfähigkeit rezessiv vererbt wird. Für ihre Forschungen, die in Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Singer bei Symrise entstanden sind, wurden Maximilian und André beim Regionalwettbewerb mit einem Sonderpreis der Hildesheimer Zeitung geehrt.

Ebenfalls in der Kategorie Biologie stellte Elisa Kuhnt ihre Arbeit zu Wirkung von Nanopartikeln vor. Da diese sehr kleinen Partikel mittlerweile in viele Bereiche unseres täglichen Lebens (z.B. in Sonnencremes) vorgedrungen sind und inzwischen bekannt ist, dass Nanopartikel toxisch auf Bakterien wirken, kam Elisa die Frage, ob Nanopartikel auch für den Menschen giftig sein können. Um erste Rückschlüsse auf eine mögliche Toxizität ziehen zu können, untersuchte die Schülerin in Kooperation mit der Georg-August-Universität Göttingen die Zytotoxizität verschiedener Nanopartikel. Hierbei lag der Schwerpunkt auf Titandioxid-Teilchen, die Elisa im Arbeitskreis um Herrn Professor Waitz zunächst aus unterschiedlichen Sonnencremes extrahierte. Zum Vergleich untersuchte die Oberstufenschülerin die zytotoxische Wirkung metallischer Nanopartikel, mit denen man im täglichen Leben in Berührung kommen könnte. Um ein differenziertes Fazit ziehen zu können, wurden Versuche mit drei unterschiedlichen Säugetier-Zelllinien durchgeführt. Für ihre sehr exakte und umfangreiche Forschung würdigte sie die Jury in Hildesheim und zeichnete Elisa mit dem 1. Platz aus, der unter anderem zum Landesentscheid Jugend forscht Niedersachsen nach Clausthal-Zellerfeld führt.

Zwei weitere Schüler der Qualifikationsphase 2 traten im Bereich Chemie an. Weil die Energiewende und der Atomausstieg die Wissenschaft zwingen, neue Speicherkonzepte zu entwickeln, suchte Martin Osterhage nach einem Puffersystem mit dem sich der Strom aus erneuerbaren Energien speichern lässt. Einen dieser elektrochemischen Pufferspeicher stellt die Redox-Flow Batterie dar. Zunächst baute der Jugendliche eine Zink-Eisen-Hybrid-Flow Batterie und eine Kaffee-Sauerstoff-Hybrid Batterie. In mehreren Versuchsreihen nahm Martin Messergebnisse mit anorganischen und organischen Elekrtolyten auf und verglich diese. Darüber hinaus entwickelte der Schüler nach dem selben Prinzip eine Vanillin-Redox-Flow Batterie, um zu testen, ob es einen Unterschied zwischen synthetisch und biotechnologisch hergestelltem Vanillin gibt. Es stellte sich letztlich heraus, dass es möglich ist mit Kaffee und Vanillin Energie zu speichern.

Ganz anderer Art entstand das zweite Chemieprojekt, das im Kontext mit der steigenden Gefahr von antibiotikaresistenten Keimen steht. Jan-Erik Pierskalla untersuchte die Möglichkeit, mit Hilfe von Nanopartikeln gezielt Wirkstoffe in Zellen zu transportieren oder Keime direkt zu bekämpfen. Bei seinen Forschungen untersuchte der Oberstufenschüler im Arbeitskreis um Herrn Professor Waitz an der Georg-August-Universität Göttingen, wie sich verschiedene Metallnanopartikel an Lipiddoppelschichten verhalten. Dafür wurden Vesikel und Nanopartikel zunächst im Labor selbständig synthetisiert und anschließend mit Hilfe der Lasermikroskopie untersucht. Mit seinen Ergebnissen präsentierte sich Jan-Erik in Hildesheim der Jury und konnte mit seinem Vortrag überzeugen. Für seine präzise Forschungsarbeit wurde er mit dem 1. Platz ausgezeichnet und begleitet Elisa zum Landesentscheid nach Clausthal-Zellerfeld Mitte März. Die vier Arbeiten in Biologie und Chemie wurden von schulischer Seite von Frau OStR‘ Frauke Lambertz-Eh betreut, die ihre Schüler im Rahmen des Unterrichts für die Teilnahme am Jugend forscht-Wettbewerb begeistern konnte.

Auch im Bereich Technik war das Campe-Gymnasium beim Regionalentscheid vertreten. Die drei Schüler Emil Schmidt, Fabian Wendelstorf und Thore Schmidt aus der Klasse 10-4 entwickelten mit ihrem Betreuer Herrn StR Dr. Said El Moussati eine Wasserkanone, mit deren Hilfe es möglich ist, einen präzisen Wasserstrahl zu erzeugen. Nach dem vergangenen, trockenen Sommer war den Schülern die Idee gekommen, eine präzise und effiziente Bewässerung bestimmter Pflanzen im Garten zu bauen. Zunächst wurde eine geeignete Düse konstruiert, um mit Hilfe von Druckluft einen Wasserstrahl zu bilden. Emil, Fabian und Thore berechneten den zu verwendenden Druck, um Pflanzen in einer bestimmten Entfernung gießen zu können. Anschließend ermittelten sie die Schussweite bei verschiedenen Drücken experimentell. Auf dem Regionalwettbewerb zeigten die Jugendlichen ihre Treffsicherheit und wurden für ihre Arbeit mit dem 2. Platz ausgezeichnet.

Alle Teilnehmer fuhren am 15. Februar erneut nach Hildesheim, wo im großen Hörsaal der Universität eine Feierstunde stattfand, bei der alle für ihre Leistungen mit einer Urkunde und einem Buchpreis gewürdigt wurden. Darüber hinaus wurden dort die Preisträger bekanntgegeben und ausgezeichnet. Ihnen wurde besonders gratuliert und viel Erfolg auf den Landesentscheiden gewünscht.

Letzte Änderung durch KOE (Administrator), 02.03.2019.

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