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Vertretungsplan

Engagement für den Remter

Das Gebäude muss erhalten bleiben!

Darum geht es der Initiative aus ehemaligen Schülern und Lehrern, interessierten Bürgern und Architekturbegeisterten. Und das kam so:

„Am 29. Juni 2019 besuchten fünf Schüler des Abiturjahrgangs 1962 anlässlich der 450-Jahr- Feier ihre alte Schule und waren entsetzt über den entstellenden Anbau aus den 1970er Jahren. Noch schockierter waren sie, als sie von den Abrissplänen hörten, um Platz für eine neue Grundschule schaffen.

Gegen diese Pläne formierte sich Protest. Am 6. Juli 2019 stellte der ehemalige Schüler und Architekt Dipl. Ing. Peter Harmuth einen förmlichen Antrag auf Unterschutzstellung des Remter-Baus an das Landesamt für Denkmalpflege in Hannover. Zur Begründung des Antrages wurde ausgeführt:

 

„Der Komplex stellt ein hervorragendes Beispiel des damaligen Bauens dar. So ist das Gebäude, insbesondere seine Fassaden mit ihrem Schmuck und der Remter, als beredtes Zeugnis der Baukunst jener Zeit und des damaligen Denkens zu sehen. Die Stadt Holzminden besitzt kein vergleichbares Bauwerk aus der Zeit des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Für die Wilhelmstraße und ihre Umgebung ist es prägend.“

Das Landesamt lehnte ab.

Jetzt, Stand März 2021, ist die Gruppe auf über 46 Aktive aus der Region, aber auch aus ganz Deutschland und sogar aus den USA, angewachsen.

  • Unterstützende Leserbriefe in der örtlichen Presse folgten,
  • eine Petition an den Landtag in Hannover ist auf den Weg gebracht,
  • Politiker besichtigten das Remter-Gebäude,
  • Stadtratsmitglieder wurden angeschrieben,
  • die Bürgergenossenschaft Holzminden ist mit im Boot,
  • Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins HGV sind im Kreis der Aktiven dabei,
  • die Vereinigung Ehemaliger des Campe-Gymnasiums unterstützt die Initiative,
  • der Verein „Stadtbild Deutschland“ wurde kontaktiert und schrieb einen Brief an den Holzmindener Bürgermeister und Stadtrat,
  • ein Spendenkonto wurde eingerichtet, um die Expertisen von Architekturbüros zum Thema Remter-Erhalt finanzieren zu können.
  • Ein Brief an den Stadtrat ist unterwegs,
  • Videokonferenzen der Gruppe finden statt zur Abstimmung der Aktivitäten,
  • Mitglieder besuchen Sitzungen des Stadtrats und des Bauausschusses.
Unklar ist allerdings nach wie vor die Gefühlslage in den zuständigen Gremien vor Ort, unklar ist auch momentan der Status des Grundstückstauschs am Billerbeck zwischen Stadt und Landkreis, der ja im Rahmen des Schulringtauschs nötig ist.

Am 12.12.2019 war noch im TAH zu lesen: Im Zusammenhang mit dem geplanten Bau einer Grundschule (…) beauftragt der Rat die Verwaltung, „die Planungen am Standort Wilhelmstraße zu konkretisieren und dabei Lösungen für die Bestrebungen der Stadt zu erarbeiten, das Remter-Gebäude des Gymnasiums an der Wilhelmstraße zu erhalten“. Im TAH vom 06.01.2021 steht unter der Überschrift „Ein Wettbewerb für die neue Grundschule“, in dem über das weitere Verfahren mit dem Campe geschrieben wird: … im Rahmen des Architektenwettbewerbs soll auch geklärt werden, inwieweit die Einbeziehung und Sanierung der vorhandenen Gebäudesubstanz möglich oder ein Abriss die wirtschaftlichere Lösung ist. Letzteres scheint wahrscheinlich.“

Es scheint nicht gut auszusehen für den Erhalt des Remter-Gebäudes…. Den meisten Stadt- und Kreisbewohnern, aber selbst auch Campe- Schülern und -Lehrern ist nicht immer klar, was der Remter-Bau eigentlich ist – man sieht ihn ja kaum noch vor lauter Anbauten. Darüber Klarheit zu verschaffen und der Öffentlichkeit und den Verantwortlichen die Schönheit des Altbaus vor Augen zu führen mit dem Ziel des Erhalts und der Sanierung, das ist die Absicht der Gruppe. Remter, das ist das Eingangsfoyer des ursprünglichen Schul-Gebäudes aus dem Jahr 1894. Die charakteristische Säulenhalle mit den Kreuzgratgewölben und den verzierten Sandsteinsäulen erinnert an den Gründungsort der Schule im Kloster Amelungsborn. Ein Remter - oder auch Refektorium genannt - diente als Speise- und Erholungsraum für Mönche oder Nonnen – in unserem Schulgebäude war es nun eine Pausenhalle für Schüler! Außen sind noch immer die schön verzierten Sandsteinelemente zu bewundern, der Portikus mit der originalen imposanten, geschnitzten Eichentür und dem goldenen Giebelspruch ist noch da. Die drei in Blei gefassten Rundbogenfenster über dem Eingang (heute zugemauert wegen des Anbaus) sind eingelagert und könnten wieder eingebaut werden. Und nur um dieses Kerngebäude geht es. Die Stadt als zukünftige Eigentümerin steht da nun einerseits vor finanziellen Herausforderungen durch einen denkbaren Teil-Abriss mit Freistellung und Sanierung des Remter-Gebäudes. Andererseits steht sie auch vor der reizvollen, kreativen Aufgabe, eine städtebauliche Weichenstellung neu zu gestalten. Dazu hat sich die Unterstützergruppe viele Gedanken gemacht. Was offenbar kaum auf Echo stößt, sind die Ideen zu einem „Kulturhaus“ mit einem schönen Empfang in der Säulenhalle, für Konzerte und Auftritte in der Aula, eine Café-Lounge für Lesungen, Übungsräume und Platz für Aufführungen und Ausstellungen für örtliche Kunst-, Theater- und Musikgruppen ist denkbar. Ein Gründerzentrum für Start-Ups, in der Nähe der HAWK, ist vorstellbar. Es kann auch ein Ort für ein interaktives Sensorik-Labor mit einem botanischen Gewürzpflanzen-Garten sein. Denn der Entwickler des Vanillin und Begründer der Holzmindener Duft- und Geschmackstoffindustrie, Wilhelm Haarmann, war ja immerhin auch einmal Schüler dieses Gymnasiums.

Das einfachste wäre also, das Remter-Gebäude in die Neubaupläne der Innenstadt-Grundschule zu integrieren. Dazu gibt es fertig ausgearbeitete und nie umgesetzte Pläne eines Kölner Architekturbüros 2012, als der Landkreis noch einen Neubau für das Campe-Gymnasium am Standort des Campe-Gymnasiums mit Erhalt des Remters vorsah. Damit das Remter-Gebäude auch bei den Politikern und der Verwaltung von Stadt und Landkreis endlich in städtebauliche Planungen aufgenommen wird, sind offenbar noch mehr PR und Überzeugungskraft nötig! Blumensträuße zum 450-jährigen Jubiläum einer Schule sind das eine – tatkräftiges Handeln das andere! Daher bittet die Initiative um Spenden und auf der Website kann man sich weiter informieren und auch Unterstützer werden:

 

Begünstigter: Martin Chittka CAMPE-Remter

IBAN DE82 2606 2433 0108 2301 29

BIC GENODEF1DRA


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Veröffentlicht von KOE (Administrator).

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