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Schulgeschichte in drei Worten

Für Entdecker: Die Geschichte des Campe-Gymnasiums am neuen Standort

(PIP)So manche wundert es, morgens beim Gang über den neuen Schulhof hin zum Eingang des Gymnasiums, andere laufen achtlos darüber hinweg: die aus Edelstahl in den Boden eingelassenen Worte, in Großbuchstaben, an drei Stellen. DEO? Was soll das bedeuten? Dann DEO ET LITTERIS. Ein paar Schritte weiter wieder, jetzt heißt es „DEO LITTERIS PATRIAE“.

Diese Verwunderung liegt daran, dass diese drei Begriffe, die zur Geschichte des Campe-Gymnasiums gehören, seit 50 Jahren nahezu unsichtbar waren. Wer 2019  das Jubiläum zum 450-jährigen Schulgeburtstag erlebt hat, erinnert sich vielleicht:
Diese drei Worte sind noch immer ganz oben am Giebel des alten Schulgebäudes in der Wilhelmstraße angebracht, direkt über dem ehemaligen Hauptportal – und seit 1976 durch einen Anbau nahezu verdeckt. Dadurch konnte man seitdem den Giebelspruch nur noch teilweise sehen. 
Wer waren wir, wer sind wir, wer werden wir sein – das sind Fragen, die sich die Schule in allen Zeiten gestellt hat und aktuell stelltDiese drei Worte im Giebel des klassizistischen Gebäudes drückten jeweils das Leitbild des Gymnasiums in verschiedenen Epochen aus.
DEO LITTERIS PATRIAE stand  seit 1894 in großen Messing- Buchstaben, eingerahmt von aus Sandstein gehauenen Eichenlaub-Ranken, über dem ehemaligen Eingangsportal  des GebäudesDEO, lateinisch „für Gott“, erinnert an die Ursprünge des Gymnasiums als Klosterschule in Amelungsborn (1569-1760). LITTERIS (lat., für die Wissenschaften), ganz im Zeichen der Aufklärung und eines neuen Bildungsbegriffs, kam 1826 hinzu, als die Schule nach 56 Jahren im Provisorium, dem kleinen Mansbergschen Hof in Holzmindens Altstadt -endlich ihren Neubau in der Uferstraße in Holzminden (heute Schule an der Weser) beziehen konnte. Von weitem konnte man den Giebelspruch – auch vom gegenüberliegenden Weserufer – lesen: „DEO ET LITTERIS“.
Beim Umzug in die Wilhelmstraße  1894 wurde der Leitspruch ergänzt um PATRIAE,  „für das Vaterland, entsprach  das Motto samt Eichenlaub doch dem deutschnationalen Zeitgeist  und Bildungsauftrag des deutschen Kaiserreichs.
Im Lauf der Jahrhunderte richtete man seinen Blick logischerweise auf immer neue  Bildungsziele im Schulbetrieb. Seit 1990 mit dem ehemaligen Mädchengymnasium Liebigstraße verschmolzen, nannte sich die Schule Campe-Gymnasium und richtete sich wieder neu aus.
Bild: Postkarte zur 190-Jahr-Feier des Gymnasiums im Jahr 1950 – bezogen auf 1760, das Jahr, in dem die kleine Lateinschule aus dem Kloster Amelungsborn nach Holzminden zog. Erst mit dem 450-Jahre- Schuljubiläum im Jahr 2019 wurde die eigentliche Gründung der Schule im Kloster mitberücksichtigt.
 
Nun ist der Umzug an den 5. Standort des Gymnasiums im Rahmen des „Schulringtauschs“ erfolgt – was für ein Zeitsprung! Seit dem 4. April 2022 steht dem Campe-Gymnasium einvöllig modernisierter Schulkomplex an der Liebigstraße zur Verfügungmit bester Ausstattung, hell, freundlich, großzügig, bereit für neue Ziele und Aufgaben.
 
Wie es mit dem alten, ehrwürdigen und für Holzminden einzigartigen Remter-Gebäude in der Wilhelmstraße mit seinen architektonischen Besonderheiten weitergeht, das steht noch nicht fest. Es gibt viele, die sich wünschen, dass der historische Bau  aus dem Anbau-Ensemble gelöst und erhalten bleiben kann. Und so mischen sich unter die Freude über Neues auch die Sorgen und Hoffnungen um das Alte. Mit Rundgängen einiger Kolleginnen und Kollegen durch die alten, leeren Räume, einem Ausflug aufs Dach zu den drei Worten, einem kleinen, spontanen feierlichen Klarinettenkonzert im Remter zwischen ein paar aufgestellten Kerzen und dem Austausch von Erinnerungen endete eine sehr wechselvolle Ära der Schule an der Wilhelmstraße.
An diese Schulgeschichte erinnern uns die drei Worte, die wir an den neuen Ort mitgenommen haben.
 

 

Letzte Änderung durch DOM, 09.07.2022.

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