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Vertretungsplan

 Bericht von der Studienfahrt nach Prag und Theresienstadt

Geschichtsunterricht hautnah erleben (25.09.-29.09.22)

 
(Pia Borchert und Maximilian Glamm) Am Sonntag morgen sind wir gegen 8 Uhr aus Holzminden vom Bahnhof abgereist. Nachdem wir eine lange Strecke mit dem Zug zurückgelegt haben, kamen wir gegen 17:30 Uhr in Prag an. Wir trafen auf dem Weg in unser Hotel unsere Reiseleiterin, welche uns herzlichen in Empfang nahm. Gegen 19 Uhr waren dann alle Zimmer eingerichtet und jeder konnte sich ein wenig ausruhen, allerdings machte sich bei allen der Hunger bemerkbar, weshalb sich alle auf den Weg gemacht haben, um gemeinsam Essen zu gehen. 
Am Montag morgen machten wir uns gemeinsam mit unserer Reiseleiterin auf den Weg in die Stadt, wo sie uns etwas über wichtige Gebäude und Plätze in Prag erzählte. Unsere Tour begann in einer Kirche, welche wir von innen genauer betrachten durften. Anschließend begaben wir uns auf dem Wenzelsplatz. Von dort aus hatten wir eine schöne Aussicht auf das Nationalmuseum. Unsere Reiseleiterin erzählte etwas über den Heiligen Wenzel und warum er für Prag eine sehr wichtige Persönlichkeit gewesen sei. Vom Wenzelsplatz aus ging es dann zum Altstadtring vorbei an der Karls-Universität, welche nach Wien die zweit älteste Universität in Mitteleuropa ist. Am Altstadtplatz angekommen zeigte uns die Reiseleiterin das Denkmal von Jan Huss, der ein Vorgänger Luthers gewesen sei. Ebenso erzählte sie uns, was es mit dem Alten Rathaus auf sich hatte, denn dies wurde von der Prager Bevölkerung zwei Tage vor Ende des Zweiten Weltkriegs aufgrund von Unzufriedenheit des Kriegsverlaufes zur Hälfte zerstört. Von dort aus machten wir uns auf den Weg zur Karlsbrücke, bei welcher die Tour am Vormittag endete. Hier trennten sich unsere Wege für ca. eineinhalb Stunden. Gegen 14 Uhr ging unsere Tour dann weiter. Von der Karlsbrücke aus machten wir uns auf den Weg zur Prager Burg. Dort erführen wir viel über den heutigen Nutzen der Prager Burg. Wir gingen durch die Kapellen der Burg auf dessen Tür die Geschichte von Kaiser Karl IV. zusehen war. Weiter ging es dann mit dem Hauptgebäude, in welchem man in der Mitte des Raumes noch ein Teil des Bodens sehen konnte, so wie er damals war, eine Kopie von der Krone und das Zimmer, in dem der zweite Prager Fenstersturz am 23. Mai 1618 stattgefunden hatte. Als letztes führte uns die Führung durch die goldene Gasse und im Anschluss endete der lehrreiche Tag im Garten der Prager Burg.
Am Dienstag morgen begann unser Morgen gegen 9:30 Uhr im Eingangsbereich des Hotels. Von dort aus gingen wir ein paar Minuten zu einem Treffpunkt, bei dem wir von einem Bus abgeholt wurden. In Theresienstadt angekommen warteten wir auf unseren Guide, welcher uns durch das Konzentrationslager Theresienstadt geführt hat. Wir begannen unsere Tour mit dem ersten Hof, auf welchem die Inhaftierten angekommen seien, registriert wurden und ihre Kleider und Wertgegenstände abgeben mussten. Danach gingen wir durch ein Tor mit der Aufschrift „Arbeit mach Frei“. Dieses Schild wurde dort von dem Leiter Reinhard Heydrich angebracht, weil er Theresienstadt zu einem zweiten Auschwitz machen wollte. Dann schauten wir uns noch die Zimmer an, in welchem die Insassen leben mussten. Sie wurden getrennt in Männer, Frauen und Kinder, aber auch in politische Gefangene und in Juden. Wir gingen weiter und kamen auf dem Weg an einer Stelle vorbei, wo es drei junge Gefangenen gelungen sei, im Winter aus dem Konzentrationslager auszubrechen. Auf unserem Weg führte es uns durch einen kurzen Teil des unterirdischen Systems, das den kleinen und den großen Teil des Konzentrationslagers verbindet. Zum Schluss sahen wir uns noch einen kurzen Film an, welcher aus Originalauschnitten bestand. Der Film handelte von den Freizeitmöglichkeiten in Theresienstadt, weil die Nationalsozialisten mit diesem Film Werbung gemacht haben. Theresienstadt wurde bewusst als Musterlager gewählt, weshalb von dort auch viel Kunst ausging. Unter anderem hatte das Stück Brundibar von Hans Krása, welches zur Belustigung der Wärter und Besucher dienen sollte,in Theresienstadt seine Uraufführung. Nachdem wir in Theresienstadt die Führung beendet hatten, fuhren wir mit dem Bus noch in ein Museum, welches sich mit dem Dorf Lidicebeschäftigte, dieses wurde im Jahr 1942 von den Nationalsozialisten komplett zerstört. Anschließend ging es dann wieder zurück nach Prag, wo wir den Rest des Tages selbst gestalten konnten.
Mittwoch morgens starteten wir mit dem jüdischen Viertel. Wir besuchten unter anderem die Maisel-Synagoge, welche im Jahr 1590-1592 von Mordechaj Maisel in Auftrag gegeben wurden. Dieser spielte für das Judentum in Prag eine wichtige Rolle, da er den Renaissance-Umbau im jüdischen Viertel finanzierte hatte. In der Synagoge findet man eine Dauerausstellung über die jüdische Geschichte im böhmischen Bereich. Die Ausstellung wird u.a. durch eine digitalisierte Version des jüdischen Viertels aus Pappe geprägt. Von dort aus gings dann in die Pinkas-Synagoge. Diese sorgte beim Betreten für ein leichtes Verstummen aller, weil die Wände durch die Namen der Toten aus der Zeit des Nationalsozialismus geprägt wurden. Direkt im Anschluss gingen wir dann auf denangrenzenden jüdischen Friedhof, welcher seit der Entstehung des jüdischen Viertel erhalten geblieben ist. Infolgedessen kamen wir schließlich noch in die spanische Synagoge. Dort erzählte uns die Reiseleiterin etwas über die Entstehung der Synagoge und beendete die Tour. Wir bedankten uns im Anschluss bei ihr und übergaben ihr ein kleines Präsent. Am späteren Nachmittag hatten wir uns an der Moldau getroffen, um eine gemeinsame Schifffahrt zu machen. Danach sind wir ins Hotel gegangen und haben alle zusammen ein letztes Mal Abend gegessen. 
Wir hatten in Prag eine ereignisreiche Zeit, in der wir nicht nur viel über die Geschichte Prags lernen konnten, sondern auch unseren Horizont mit dem Besuch im Konzentrationslager Theresienstadt erweitern konnten. In dem Sinne vielen Dank an unsere Lehrer Herr Peters und Herr Sach ohne die diese schöne und bildungsreiche Fahrt nicht möglich gewesen wäre.
 

Letzte Änderung durch DOM, 07.11.2022.

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