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in der Vitrine des Campe-Eingangsbereichs? Das Kunst-Projekt der Klassen 7-2 und 7-3 zum Campe-Tag 2017

(WEL|PIP) Zum 199. Todestag Joachim Heinrich Campes am 22. Oktober 2017 erinnern wir wie jedes Jahr anlässlich eines Campe-Tages an unseren berühmten Altschüler und Namensgeber. Dieses Mal haben wir uns eines der ersten Schulbücher zum Lesenlernen aus der Historischen Bibliothek des Campe Gymnasiums im Schloss Bevern ausgeliehen. Dem Lesenlernen widmete der Schulbuchverleger, Erziehungsratgeber und Pädagoge Campe große Aufmerksamkeit. Das Abeze-Buch ist eine Bearbeitung seines Werkes "Neue Methode, Kinder auf eine leichte und angenehme Weise lesen zu lehren" von 1778. Campe hatte das kleine Büchlein für die Verwendung für sechsjährige Kinder in Privatschulen sowie für Land-und Stadtschulen vorgesehen. Campe las das Abeze-Buch auch seinen vier- bis zehnjährigen Enkeln vor.

Joachim Heinrich Campe (1746-1818): Abeze- und Lesebuch. Braunschweig, 1807

Er dichtete 23 Fabeln, die „1. dem Kindesalter so viel wie möglich angemessen wären, in welchen 2. jedesmahl zwei Thiere oder Wesen aufträten, deren Namen einerlei Anfangsbuchstaben hätten, und die 3. dadurch ein vollständiges, und zwar doppeltes Abeze, von a bis z, bildeten". (https://www.braunschweig.de/kultur/bibliotheken_archive/stadtbibliothek/buecherlust9.html)

 

Wir haben die kleinen Geschichten neu illustriert!

Joachim Heinrich Campe aus Deensen besuchte von 1760 bis 1765 als einer der ersten Schüler die damalige "Herzogliche Kloster- und Stadtschule Holzminden". Die war 1760 gerade aus der Zusammenlegung der renommierten Latein- und Klosterschule von Amelungsborn mit der Stadtschule in Holzminden neu entstanden. Daraus ist letztendlich unser heutiges Gymnasium hervorgegangen. Als führender Vertreter der pädagogischen Reformbewegung wurde Campe sehr bekannt und gilt als Begründer der deutschen Jugendliteratur! In der von ihm gegründeten "Braunschweigischen Schulbuchhandlung" (sie ging 1799 im heute noch bestehenden Vieweg- Verlag auf) erschienen seine eigenen Werke, erste Schulbücher und eine Reihe der bekanntesten Aufklärungsschriften. Außerdem begründete er die staatlich organisierte Lehrerausbildung, die eine Professionalisierung des Lehrerberufs anstrebte. Als Sprachforscher widmete er sich der Eindeutschung von Fremdwörtern – viele sind uns heute ganz selbstverständlich wie die Randbemerkung, der Fortschritt oder das Erdgeschoss (nicht durchgesetzt haben sich so schöne Wortschöpfungen wie Zwischenstille für Pause und Geistesanbau für Kultur). Vor diesem Hintergrund ist auch zu verstehen, dass das C von ABC zu Ze eingedeutscht wurde…. Wer das Abeze-und Lesebuch gern einmal fast original lesen und anschauen möchte, findet das Buch antiquarisch als Nachdruck für kleines Geld im Internet. Und natürlich laden wir herzlich ein, die aktualisierten und sehr kreativen Illustrationen unserer Siebtklässler im Foyer unserer Schule zu bestaunen.


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Joachim H. Campe

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Letzte Änderung durch KOE (Administrator), 18.10.2017.

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