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"Wer von Euch hat eigentlich die Luther-Playmobilfigur?"

Das waren unsere Projekttage zum Thema '500 Jahre Reformation'

(KOE) Die Fachgruppen evangelische, katholische Religion und Werte und Normen haben das 500. Jubiläum des Thesenanschlags von Martin Luther zum Anlass genommen, mit unserem siebten Jahrgang drei Projekttage zum Thema durchzuführen. Schließlich müssen unsere Schülerinnen und Schüler ja verstehen, warum sie in diesem Jahr zwei Tage extra frei hatten und warum in ihrer Umgebung besondere Gottesdienste und sonstige Feste gefeiert wurden. Der Grundsatz war dabei, eine differenzierte Sicht auf dieses Ereignis zu ermöglichen:

  • Aus protestantischer Perspektive wurden Luther, seine Frau Katharina von Bora und die Reformer Huldrych Zwingli und Johannes Calvin in den Blick genommen,
  • aus katholischer Perspektive Papst Leo X. und der Gründer des Jesuitenordens Ignatius von Loyola.
  • Die Werte und Normen-Schülerinnen und -Schüler beschäftigten sich mit den Humanisten Erasmus von Rotterdam und Pico della Mirandola.

So wurden zunächst die Biografien und Ansichten dieser Persönlichkeiten ausführlich erschlossen und in Plakate, Filme und kleine Theaterszenen umgesetzt, sodass am letzten Tag eine aspektreiche, anschauliche Gesamtpräsentation möglich war. Es folgen einige optische Eindrücke von den Projekttagen und der "Gewinner" von den Briefen (siehe Foto oben), die unsere Teilnehmenden als Resümee direkt an Martin Luther verfasst haben - einen Mann, der auch Vorlage für die weltweit am meisten verkaufte Playmobilfigur ist.

Ausgangspunkt: Der Film "Luther" (2003)

Falls zwischendurch mal Zeit war, konnte man sich über eine professionelle Plakatausstellung einen Überblick verschaffen.

Unsere selbst gestaltete Ausstellung war dann jedoch interessanter, weil schließlich Experten vor jedem Plakat standen, die einem bei weiteren Fragen helfen konnten.

Was ist das für ein Medikament? Ist das ein Medikament? Hilft das?

Luther bei der Bibelübersetzung in einem während des Projekts von unseren Schülerinnen und Schülern gedrehten Film.

Auf der Bühne: Luther und Zwingli im Disput

So viele Dinge, die alle mit Luther im Zusammenhang stehen...

Sehr geehrter Martin Luther,
ich freue mich sehr, dass sie damals die Bibel übersetzt haben. Dank Ihnen können wir alle sie nun lesen. Ich finde es sehr gut, dass Sie die Ablassbriefe und überhaupt das Christentum als Geschäft abgeschafft haben. Dennoch sind Sie nun einmal ein Mensch Ihrer Zeit, also auch für die Judenverbrennung und solche Grausamkeiten gewesen. Trotzdem haben Sie den Begriff der "Nächstenliebe" eingeführt und Ihr "Herz auf dem rechten Fleck". Zum Glück haben Sie dann Katharina von Bora geheiratet, die mal Ordnung in Ihr Leben gebracht hat. Ich glaube, ohne Katharina wären Sie ein sehr aufgeschmissener Mann gewesen. Sie hätten ihr ruhig mal mehr zur Hand gehen können und ihr mehr bei der Erziehung Ihrer Kinder helfen können, anstatt sich immer nur hinter den Büchern zu verstecken. Viele Grüße an Katharina, Ihre bewundernswerte Frau.
Diesen Brief schickt Ihnen in Hochachtung
Annabritt (Jg. 7)

Links im Zusammenhang

FG Evangelische Religion

FG Katholische Religion

FG Werte und Normen


Luther schnuppert Schulluft

Unser Schüler Franco hat die Luther-Projekttage einmal aus der Sicht Luthers dargestellt

Huch! Wo bin ich denn hier gelandet? ,,Alle Leute aus der katholischen Gruppe bitte einmal hier her!“ Ein Mann hebt die Hand und sofort versammelt sich eine Traube Kinder um ihn. Wenn das zuhause mit meinen Kindern auch so einfach gehen würde!
Ich drehe mich um und sofort fällt mir ein Schriftzug auf: Campe Gymnasium Holzminden. Eine Schule also, so, so. Gespannt gehe ich ein paar Schritte zu einer Art Wand aus bunten Pergamenten. Ignatius von Loyola, Papst Leo X, Martin Luther, steht da drauf. Martin Luther! Das bin ja ich! Wie komme ich denn auf so ein Plakat? Aber das Bild ist wirklich sehr schön gemalt worden, und die Katharina erst! Ich beuge mich vor und will gerade das Bild berühren, als mich ein Mädchen am Arm packt. ,,Hey! Pass auf! Wir brauchen das noch für unsere Präsentation!“, ruft sie mir entgegen.
„Verzeihet mir, junges Fräulein. Ich frage mich nur, wie denn mein Gemälde auf dieses Papier kommt. Mir war, als habe es gerade eben noch in meiner Kammer zuhause gehangen.“, sage ich entschuldigend und stelle mich ihr gegenüber.
Sie schaut mich prüfend an: ,,Das Bild hab ich von Google. Da gibt´s noch viel mehr Bilder von Luther, haben alle aber voll die schlechte Qualität.“
Ich schaue sie irritiert an, an ihrem Blick erkenne ich, dass Google wohl etwas total Normales ist, darum frage ich gar nicht erst nach. ,,Was macht ihr hier überhaupt?“, frage ich.
,,Wir als Siebtklässler haben gerade Projekttage zum Thema Martin Luther.“, antwortete sie. „Wer bist du überhaupt?“
,,Martin Luther. Ich habe die Reformation eingeleitet.“, erkläre ich.
,,Aha. Willst du vielleicht etwas mehr von den Sachen sehen, die wir hier machen? Mein Plakat von Martin Luther hat dich ja sehr interessiert.“
Ich nicke und folge ihr in einen Raum hinein. Dort arbeitet eine Gruppe aus Kindern an einem grauen Flimmerkasten. Was ist das denn bitte? ,,Die machen gerade eine Dia-Show aus Bildern. Das ist eine Abfolge von Bildern hintereinander, das gab es ja bei euch früher noch gar nicht.“, erklärt sie mir und geht weiter. Dort stehen wieder Kinder, die mit einem kleinen dunklen Gerät einen Jungen filmen, der an einer Wand herumschleicht. ,,Emma, Jonah, Levin, Jannes und Jan-Christoph drehen einen Kurzfilm über das Leben von Katharina von Bora.“ Ach, Katharina! Was meine gute Frau wohl gerade macht? Das Mädchen zeigt mir weitere Räume: die spannenden Rollenspiele aus der katholischen Gruppe finde ich besonders toll! ,,Kauft euch eure Ablassbriefe!“, ertönt eine Stimme aus dem gegenüberliegendem Raum. Oh lieber Gott im Himmel, die Ablassbriefe werden schon in Schulen verteilt?! ,,Keine Sorge,“, das Mädchen scheint Bescheid zu wissen. ,,Die üben nur gerade für ihr Rollenspiel zum Thema Erasmus von Rotterdam.“ ,,Ach so, ich dachte schon, hier werden Ablassbriefe verkauft!“, sage ich und schüttele den Kopf: verwirrend all das hier! Oh, ich muss meinen letzten Gedanken laut ausgesprochen haben, denn das Mädchen sieht mich an und erklärt: ,,Es gibt außer den drei evangelischen Gruppen und der katholischen Gruppe auch die Philosophen-Gruppe, Frau Albers macht mit denen Erasmus von Rotterdam und Pico della Mirandola.“ Ich nicke, na dann weiß ich ja Bescheid! und plötzlich wird alles um mich herum heller und heller, bis es fast ganz weiß ist. Und dann finde ich mich plötzlich bei mir zuhause wieder. Eines weiß ich auf jeden Fall: die Projekttage werde ich so schnell nicht wieder vergessen!

Letzte Änderung durch KOE (Administrator), 03.11.2017.

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