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Vertretungsplan

Traumhafte Zeit in Sankt Petersburg

Campe Schüleraustausch bei hervorragendem Wetter

Ein Bericht von Hansi Jäger und Michael Haas

Gut gelaunt verließ die Schülergruppe Holzminden, um den Gegenbesuch im Schüleraustausch mit der Schule 700 in Sankt Petersburg auf der Wassilijevskij Insel zu starten. Da ein Reisepass auf dem Fotokopierer liegengeblieben war, musste dieser noch hinterhergefahren werden. Aber als das Einchecken im Flughafen Hannover im vollen Gange war, kam der Pass noch rechtzeitig an. Ab dann verlief alles Weitere doch reibungslos.

 Foto: Michael Haas, Gruppe in der Sommerresidenz Gatschina, Mai 2017

Nach einem kurzen Zwischenaufenthalt in Moskau, kamen alle relativ müde am Abend in Sankt Petersburg an. Die gastgebenden Familien warteten schon, es gab ein großes Hallo, da die Schülerinnen und Schüler sich ja schon gut kannten seit dem Besuch der Sankt Petersburger Gruppe im August vorigen Jahres in Holzminden. ( Der TAH berichtete darüber. ) Zur Begrüßung in der Schule 700 am nächsten Morgen gab es eine Vorführung der Schülertheatergruppe in Deutsch. Dies ist die Spezialität der Schule 700; im Jahr 2012 waren Schülertheatermitglieder dieser Schule zu Gast in Holzminden im Rahmen des Niedersächsischen Schülertheatertreffens. Damals spielten sie Krabat auf Deutsch und beeindruckten die Zuschauer intensiv.
( Daraus entstand dann seit 2013 der regelmäßige Austausch mit der Schule 700. )  Bei dem diesjährigen Theaterstück handelt es sich um eine interessante Darstellung vom Leben einer Gruppe von Straßenhunden und deren Gesprächen, sie unterhalten sich über ihre ehemaligen Menschen, über ihre Hoffnungen, Sehnsüchte und Träume, aber auch schweren Enttäuschungen. Der anschließende Applaus bewies, auch dies ist eine gelungene Produktion. Die Gruppe wird dieses Stück in den nächsten Wochen in Kiel aufführen, denn sie haben wieder, wie schon 2012, den vom Goethe-Institut ausgeschriebenen Wettbewerb für deutschsprachiges Schülertheater in Nordrussland gewonnen.

 Foto: Michael Haas, Panzerkreuzer Aurora in Sankt Petersburg, Mai 2017

Ein eng getaktetes Programm verlangte von allen teilnehmenden Schülern viel Ausdauer. Die traditionelle Stadtbesichtigung fand erst am letzten Tag statt. Unter dem Projektthema Höfisches Leben: Alltag - Kunst - Theater in Sankt Peterburg standen Besichtigungen zweier kleinerer Theater in der Eremitage und im Jussupovpalast. Abends ging es ins Theater. Das neue Mariinskij Gebäude alleine ist schon einen Besuch wert. Die Oper Der Barbier von Sevilla wurde in Italienisch vorgetragen mit Texthinweisen in Russisch und Englisch über der Bühne. Somit konnten die Campe-Schüler der Handlung problemlos folgen. Die Aufführung war hervorragend, eben Weltklasse, wie man es von solch einem Hause erwartet. 

Kunst wurde in der Eremitage und im Russischen Museum betrachtet und von einer freundlichen Führerin kompetent erläutert. Das ungeheure Ausmaß der Sammlungen wurde allen deutlich durch anschauliche Berechnungen, wie viele Jahre man zum Besichtigen aller Werke benötigen würde. Zwei Sommerpaläste der Zaren  - Peterhof mit seinen Wasserspielen und Gatchina - wurden als architektonische Spitzenleistungen ihrer Zeit besichtigt.

Zur Abrundung des Themenbereichs dienten der Panzerkreuzer Aurora und die Ausstellung Hundert Jahre Oktoberrevolution. Ferner wurde das Blockademuseum besucht, das an die 900 tägige Belagerung der Stadt durch die Deutsche Wehrmacht erinnert. Die Gruppe konnte sich somit über die deutschrussische Geschichte des Zweiten Weltkriegs ein Urteil bilden. 

Diese Austauschveranstaltung konnte so nur stattfinden, da sowohl die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch in Hamburg als auch viele örtliche Firmen und Privatpersonen durch Unterstützung verschiedenster Art dies möglich gemacht haben. Allen irgendwie daran Beteiligten sei hier ganz herzlich von der gesamten Gruppe gedankt.

Aufgrund der angespannten politischen Lage zwischen Europa und Russland bleibt nur zu hoffen, dass solche Kontakte zwischen jungen Menschen verschiedener Länder weiterhin bestehen bleiben.  

 

 Foto: Michael Haas, Karikatur zum Russ.-Jap. Krieg (1904/05), Mai 2017

Letzte Änderung durch HAS, 12.07.2017.

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